» Feedback!

12 Feedback-Regeln in Kurzform:

  1. Feedback soll umkehrbar sein.
  2. Feedback soll den anderen nicht analysieren.
  3. Gib Feedback, wenn der andere es auch hören kann.
  4. Feedback sollte möglichst unmittelbar erfolgen.
  5. Feedback soll so ausführlich und konkret wie möglich sein.
  6. Feedback soll die Informationskapazität des anderen berücksichtigen.
  7. Feedback sollte sich auf begrenztes konkretes Verhalten beziehen.
  8. Wenn Sie Feedback annehmen - hören Sie zunächst nur ruhig zu.
  9. Sie sollten Feedback nur annehmen, wenn Sie dazu auch in der Lage sind.
  10. Feedback soll die Informationskapazität des anderen berücksichtigen.
  11. Die Aufnahme von Feedback ist dann am günstigsten, wenn der andere es sich wünscht.
  12. Feedback-Geben bedeutet, Informationen zu geben, und nicht, den anderen zu verändern.

Die Feedback-Technik ist eine Gesprächsform, anderen mehr darüber zu sagen, wie ich sie sehe bzw. zu lernen, wie andere mich sehen. Feedback besteht also aus zwei Komponenten, nämlich dem Feedback-Geben und dem Feedback-Nehmen. Jeweils am Ende einer Präsenation findet dieser Austausch statt, man hat also die Möglichkeit, aus konkreten Erlebnissen zu lernen und seine Präsentationstechnik und sein Präsentationsverhalten zu verbessern.

Ziel von Feedback ist es, daß die Beteiligten:

  • sich ihrer Verhaltensweisen bewußt werden,
  • einschätzen lernen, wie ihr Verhalten auf andere wirkt,
  • und sehen, was sie bei anderen auslösen.

Eine Feedback-Situation ist oft heikel, da niemand leichten Herzens akzeptiert, in seinem Selbstbild korrigiert zu werden. Daher ist es wichtig, daß Feedback-"Geber" und -"Nehmer" bestimmte Regeln einhalten.

Regeln für den Feedbackgeber

  • Sorgen Sie für eine ruhige und angenehme Gesprächsatmosphäre.
  • Fragen Sie Ihren Gegenüber, ob er an einem Feedback durch Ihre Person interessiert ist.
  • Vermeiden Sie Feedback dort, wo es nicht gewünscht ist, denn dadurch schaffen Sie mehr Irritation als Nutzen.
  • Verschaffen Sie sich Klarheit über das Ziel.
  • Prüfen Sie die Bereitschaft des Empfängers, die Angemessenheit sowie den Zeitpunkt.
  • Bleiben Sie konkret. Beschreibend und verfallen Sie nicht in Interpretationen und Vorwürfe. Bsp: Nicht sagen: "Sie sind autoritär" oder " Sie wollen immer alle Dinge an sich reißen", sonder anstatt dessen "ich bin verägert darüber, weil Sie mir erst die Verantwortung für dieses Projekt übertragen haben und nun schon zum wiederholten Male Dinge auf eigene Faust durchführen, ohne mich weder zu informieren noch um Rat zu fragen."
  • Verstecken Sie sich nicht hinter "man" oder "Du Appellen", sondern formulieren Sie Ihr Feedback stets als Angebot und in der Ich-Perspektive, z.B. "ich hatte den Eindruck ..., ich habe beobachtet, dass..., mir mißfällt..."
  • Gehen Sie so vor, dass das Feedback auch jederzeit umkehrbar wird.
  • Trennen Sie Person und Verhalten (Person an sich ist o.k. - Verhalten war jedoch verbesserungswürdig). Der Feedbackgeber hat nicht das Recht, die Person zu beurteilen. Was er wahrnehmen und beurteilen kann, ist das gezeigte Verhalten in der bestimmten Situation. Dieses gilt es möglichst konkret anzusprechen.
  • Geben Sie Feedback unmittelbar
  • Beginnen Sie stets mit den positiven Dingen, z.B. "gut gefallen hat mir...."
  • Sprechen Sie den Feedbacknehmer direkt an.
  • Optional: Teilen Sie Ihren Wunsch für die Zukunft mit.

Regeln für den Feedbacknehmer

  • Betrachten Sie Feedback als ein Geschenk und Chance für Ihre persönliche Entwicklung
  • Beachten Sie, dass jede Wahrnehmung stets subjektiv ist, Sie jedoch zusätzlich Informationen darüber erhalten, wie Sie von anderen gesehen werden.
  • Hören Sie aktiv und aufmerksam zu und fallen Sie nicht gleich ins Wort.
  • Rückfragen, um sicherzustellen, dass Sie die Aussagen Ihres Gegenüber richtig verstanden haben, sind jedoch erlaubt. Also fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. Z.B. "Habe ich Sie richtig verstanden... " oder "Sie meinen damit, dass..."
  • Kontern Sie nicht wie auf Knopfdruck. Rechtfertigen und verteidigen Sie Ihr Verhalten nicht sofort. Überdenken Sie lieber später, inwieweit die Kritik berechtigt war und was Sie davon annehmen möchten und was nicht..
  • Betrachten Sie Feedback nicht als persönliche Kränkung oder Maßregelung
  • Bedanken Sie sich bei Ihrem Feedbackgeber, dass er bereit war, Ihnen eine Rückmeldung zu geben.

Ein kurzes Zitat lautet:

Feedback ist immer ein Geschenk und wie bei allen Geschenken entscheidet der Empfänger, ob er es annimmt oder nicht!!

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